Gesellschaft
Beruf/EDV
Sprachen
Gesundheit
Kultur
Grundbildung

Informationen zum HWL-Lehrgang finden Sie Opens external link in new windowhier

Kursangebote >> Kursdetails

Kursnummer: Q1111

Info: Literatur

Ludwig Thoma (1) - ein bayerischer Säulenheiliger

Ludwig Thoma, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 150. mal jährte, war ein Dichter, dessen Namen mit der bayerischen Literatur untrennbar verbunden ist. Mit sensibler Einfühlung, besonders in die bäuerliche Welt, schuf er deftige, lustige aber auch tragische Werke, die noch heute berühren. Der erste Vortrag gibt in Wort und Bild Einblick in Leben und Werk dieses sprachgewaltigen bayerischen Originals.

Do., 05.10.2017, 18.30 Uhr
Gerhard Schulz

Ludwig Thoma (2): "Ich will kränken - so bitter, als ich es herausbringe"

Ludwig Thoma schrieb als Redakteur unter dem Pseudonym "Peter Schlemihl" in der Satirezeitschrift Simplizissimus (Simpl) GEGEN ALLES: gegen Bürger und Spießer, gegen Obrigkeit und Parlament, gegen Klerus und Bigotterie, gegen Fanatiker und Modernisten
gegen Stumpfsinn, Dummheit und Prüderie.
Er schrieb saugrob, von bissigster literarischer Schärfe und vernichtender Ironie. Von der Zensur verfolgt, landete er dafür auch im Gefängnis. Die besten Zeichner, wie Olaf Gulbransson, lieferten dazu Karikaturen, die häufig zur Beschlagnahmung des Blattes führten. Sie waren im wahrsten Sinne des Wortes "unverschämt".

Do., 12.10.2017, 18.30 Uhr
Gerhard Schulz

Kunstgeschichte

Neue Künstlervereinigung München: Marianne von Werefkin und Kandinsky, Münter, Jawlensky, und Co.

Die beiden Paare Gabriele Münter und Wassili Kandinsky und Marianne von Werefkin und Alexej Jawlensky verbrachten den Spätsommer und Herbst 1908 gemeinsam in Murnau und lernten mit- und voneinander die neue Kunst. Im Januar 1919 gründeten sie die Neue Künstlervereinigung München (NKVM), in der die verschiedenen Strömungen vereinigt waren: Expressionismus, Kubismus, abstrakte und idealistische Malerei bis hin zu den reinen Abstraktionen Kandinskys.
Zwei Jahre lang erregten die Ausstellungen der Vereinigung Aufsehen und führten zu Skandalen. Danach entstand aus der NKVM "Der Blaue Reiter". Im Zentrum stand die russische Malerin Marianne von Werefkin. In ihrer künstlerische und private Geschichte widmete sie sich ganz dem Kampf um die neue Kunst und der Anerkennung als Künstlerin. Es ist eine Geschichte von dramatischen Aufbrüchen, Intrigen und Enteignungen - die in Russland beginnt, am Monte Verità in Ascona endet und bis heute fasziniert.

Do., 19.10.2017, 18.30 Uhr
Ute Mings

Angewandte Sozialwissenschaft

Von der Behinderung zur Beeinträchtigung

Der Vortrag bietet einen kleineren geschichtlichen Rückblick zum Thema Behinderung. Wie hat sich der Begriff der "Behinderung" über die Zeiten gewandelt und was waren die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen? Wo stehen wir jetzt und was bedeutet das? In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

Do., 26.10.2017, 18.30 Uhr
Anja Rosengart


Geschichte

Mit Feuer und Schwert - Die Geschichte der Kreuzzüge

Insgesamt 7 Kreuzzüge fanden zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert ins "Heilige Land" statt. Sie richteten sich gegen die inzwischen entstandene islamische Kultur und brachten der dort lebenden Bevölkerung Krieg und Zerstörung. Der vierte Kreuzzug nahm allerdings eine andere Wendung und richtete sich gegen das Byzantinische Reich. Der Vortrag untersucht die Ursachen der Kreuzzüge und schildert ihren Verlauf. Er zeigt, welche Auswirkungen sie auf die betroffenen Gebiete hatten, thematisiert die vielfältigen Kulturkontakte zu denen es trotz aller religiöser Feindschaft kam und widmet sich der Frage, welche Rückwirkungen die Kreuzzüge auf das abendländische Europa besaßen.

Spanien unter muslimischer Herrschaft und die Reconquista

Die Iberische Halbinsel unterlag zu Beginn des 8. Jahrhunderts arabischen Eroberungen. Es folgte die Errichtung islamischer Reiche, die unter Führung der Omaijaden, später der Almoraviden oder Almohaden standen. Die "Reconquista" genannte christliche Rückeroberung starte bereits im frühen Mittelalter, kam aber erst 1492 mit der Übergabe Granadas als letztem maurischen Reich an die spanischen Könige Isabella I. und Ferdinand II. zum Abschluss. Der Vortrag skizziert die arabischen Eroberungen, die innerislamischen Machtkämpfe sowie die Rückeroberung. Ebenso geht er auf die bedeutenden Auswirkungen ein, die der jüdisch-christlich-muslimische Kulturkontakt für das europäische Abendland hatte.

Martin Luther und die Zeit der Reformation

Zwar wollte Martin Luther (1483 - 1546) die Kirche überhaupt nicht spalten, sondern nur reformieren. Doch entwickelte die Rezeption seiner 95 Thesen von 1517 schnell eine folgenreiche und von Luther zunächst unterschätzte Eigendynamik. Nachdem unter Papst Leo X. bereits der Kirchenbann über ihn verhängt worden war, folgte 1521 die Ächtung durch den Wormser Reichstag. Damit galt er innerhalb des Heiligen Römischen Reiches als "vogelfrei". Kurfürst Friedrich der Weise nahm ihn nach einer fingierten Entführung auf die Wartburg in Schutzhaft. Der Vortrag fragt, wer Martin Luther war und worin eigentlich das Provokante seiner theologischen Lehre lag? Welche Gemeinsamkeiten und Konflikte gab es mit anderen Reformatoren wie Johannes Calvin oder Huldrych Zwingli? Und warum führte die von Luther angestoßene Reform schließlich doch zur konfessionellen Kirchen- aber auch Reichsspaltung, deren Folgen die Gegenreformation und der Dreißigjährige Krieg waren?

Do.,9./16./23.11.2017, 18.30 Uhr
Martin Schneider

Geschichte - Mediengeschichte

Journalismus: Vom gedruckten Wort bis zum entgrenzten Pixelsturm (1-2)

Die Zeitungsmedien prägen die Meinungsbildung unserer Gesellschaft seit ihrem Auftauchen im 17. Jahrhundert. Mit ihnen entstand der Journalismus, der ebenso in einem steten Wandel begriffen ist wie die Gesellschaft und die Medienlandschaft auch. In einer vierteiligen Vortragsreihe beleuchtet der Journalist Thomas Kirchgraber Geschichte, Gegenwart und Visionen seines Berufsbildes und der Medien. Die beiden Vorträge sind der turbulenten Geschichte des Pressewesens gewidmet - von den Anfängen der Fugger’schen Kaufmannsbriefe bis hin zur Spiegel-Affäre. Ein weiterer Fokus liegt auf den Kernproblemen und Widersprüchen des Journalismus seit jeher: Einflussnahme und Zensur, Beschlagnahmung und Verbot, kreative Selbstverwirklichung und wirtschaftliche Zwänge, Nähe zu den Mächtigen und Kontrolle der Macht. Und wir schauen auf die gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen, die das Interesse an Nachrichten und deren Verbreitung erst ermöglichten.

Do.,30.11 und 7.12.2017, 18.30 Uhr
Thomas Kirchgraber


Philosophie

Wie soll ich leben?
Philosophie und Leben von Michel de Montaigne

Was ist ein gelingendes Leben? Mit dieser zentralen Frage der antiken Philosophie begründete der Politiker und Weingutbesitzer Michel de Montaigne im 16. Jahrhundert die literarische Selbsterkundung. Er lebte in einer Zeit blutiger Kriege zwischen den religiösen Konfessionen, die Pest raffte ein Drittel der Bevölkerung hin, alle geistigen Fundamente brachen zusammen. In seinen Essays entwickelt Montaigne die sympathische Haltung einer Toleranz nach allen Seiten, mit großer Neugier auf das gute diesseitige Leben. Bestseller zu seinen Lebzeiten, wurden Montaignes Essays im Lauf der Jahrhunderte immer wieder neu entdeckt, von Nietzsche, Virginia Woolf und Stefan Zweig, als "Spiegel" geliebt, gehasst und von der katholischen Kirche lange verboten. Immer noch können uns seine Gedanken wie z.B. zu der antiken (und heute Achtsamkeits-) Maxime: "Lebe den Augenblick" in den Widersprüchen unseres Lebens begleiten und anregen.

Do., 11.01.2018, 18.30 Uhr
Ute Mings


Geschichte - Kulturgeschichte

Von der spätrömischen bis zur heutigen Schrift

Wer schreibt heute noch mit der Hand? Unsere schriftliche Kommunikation verlagert sich zunehmend auf Chats und E-Mails. Wir geben handschriftlich nur ungern und krakelig etwas von uns. Halten wir einmal inne und besinnen wir uns ein wenig auf unsere über 2000 Jahre alte Schriftkultur! Die Merowingische Minuskel, die gotische Quadratura und die Fraktur - sie sind einige Quellen unserer heutigen Schriftkultur. Der Vortrag ist ein Streifzug durch die Geschichte der west- und südeuropäischen Schriften mit etlichen Übungen im Lesen und Schreiben. Kunstinteressierte könnten danach sogar ein paar alte, prächtige Marmor-Grabplatten in unseren Kirchen entziffern. Bringen Sie Bleistift und Papier mit!

Do., 18.01.2018, 18.30 Uhr
Dr. Jürgen Wittenzellner

Politikwissenschaft

Die kemalistische Republik am Ende - Die Türkei unter Erdogans Präsidialregime

In den letzten Jahren hat sich die Türkei innenpolitisch sehr stark verändert. Der Staatskemalismus scheint am Ende zu sein: Mit ihm die Westausrichtung und die demokratischen, rechtsstaatlichen und laizistischen Ordnungsgrundsätze, die die Türkei lange prägten. Aus der nicht perfekten, aber funktionierenden kemalistischen Demokratie mit weitgehend rechtsstaatlichem Charakter, ist ein autoritärer Polizeistaat geworden, der sich immer rigider islamistisch gebärdet und Freiheitseinschränkungen mit dem angeblichen Kampf gegen Terror und Umsturz vermeintlich rechtfertigt. Das Regime des erstarkten Machthabers Recep Tayyip Erdogan konsolidiert sich an den Schalthebeln der Türkei. Ein EU-Beitritt scheint daher so weit entfernt, wie lange nicht mehr und auch in der Nato zweifelt man zusehends am einstigen Pfeiler des westlichen Bündnisses im Südosten der Allianz.
Mit dem Vortrag soll ein Einblick in die aktuelle Lage der Türkei vorgenommen werden und Hintergründe der Entwicklung eingeordnet werden.


Do., 25.01.2018, 18.30 Uhr
Ralf Knobloch, pol. Referent, Europäische Akademie Bayern
Gemeinsame Veranstaltung mit dem Förderverein Bildungszentrum der Sozialverwaltung Wasserburg am Inn

Kosten: 84,00 € € (Ermäßigung möglich)

Dauer: 12 Termine

Für diesen Kurs sind keine Dokumente vorhanden.

Datum Zeit Straße Ort
05.10.2017 18:30 - 20:00 Uhr Salzburger Straße 19 vhs Wasserburg,EG,R1
12.10.2017 18:30 - 20:00 Uhr Salzburger Straße 19 vhs Wasserburg,EG,R1
19.10.2017 18:30 - 20:00 Uhr Salzburger Straße 19 vhs Wasserburg,EG,R1
26.10.2017 18:30 - 20:00 Uhr Salzburger Straße 19 vhs Wasserburg,EG,R1
09.11.2017 18:30 - 20:00 Uhr Salzburger Straße 19 vhs Wasserburg,EG,R1
16.11.2017 18:30 - 20:00 Uhr Salzburger Straße 19 vhs Wasserburg,EG,R1
23.11.2017 18:30 - 20:00 Uhr Salzburger Straße 19 vhs Wasserburg,EG,R1
30.11.2017 18:30 - 20:00 Uhr Salzburger Straße 19 vhs Wasserburg,EG,R1
07.12.2017 18:30 - 20:00 Uhr Salzburger Straße 19 vhs Wasserburg,EG,R1
11.01.2018 18:30 - 20:00 Uhr Salzburger Straße 19 vhs Wasserburg,EG,R1
Seite 1 von 2
Kein Bild vorhanden

Martin Schneider

Kurse des Dozenten

Kein Bild vorhanden

Gerhard Schulz

Kurse des Dozenten


 

Veranstaltungskalender

Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
    123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Dezember 2017